Aus aktuellem Anlass verabredete sich die Fraktion der Freien Wähler mit Corinna Mayer und Elena Igel zur Aussprache. Zuletzt war die Stimmung zwischen Trossinger Politik und Hochschule etwas getrübt. Das Gespräch im Café Galerie war aus unserer Sicht sinnvoll und könnte einen wichtigen Wendepunkt in der Beziehung zwischen Politik und Studierenden der Hochschule darstellen.

Verständnis zeigten die Vertreterinnen für so manche Entscheidung in der Trossinger Politik, so sei die Zweitwohnungssteuer mit keinem Wort erwähnt worden, weder in der Rede beim Gemeinderat noch in den Leserbriefen der Studentinnen.

Viel mehr zeigte sich im Gespräch, dass eine Integration der Studenten in die Trossinger Gesellschaft ein Ziel zukünftiger Handlungen sein muss.

Konkret wurden folgende Vorschläge von den Studentinnen angesprochen:

Anschaffung eines Werbefinanzierten Gemeindemobils (9-Sitzer) um Studenten Konzertfahrten bspw. nach Stuttgart zu ermöglichen. Das Schwierige heute sei beim Besuch von Abendveranstaltungen in Stuttgart, Freiburg oder Zürich, die Rückkehr nach Trossingen. Oft fahren dann die öffentlichen Verkehrsmittel nicht mehr. (Vorbild: Gemeinde Grünkraut)

Freie Wähler: Was wir versprachen: Wir sehen die Aufgabe hier zwar nicht unbedingt bei der Stadtverwaltung, boten aber an, Kontakte zum Beispiel zum Gewerbeverein zu vermitteln. Konzeptionell müsse diese Initiative noch besser vorbereitet werden. Unter Umständen gäbe es auch bei Trossinger (Sport-)Vereinen Interesse an einer solche Lösung, auch hier wollen wir gerne die Brücken zu den Verantwortlichen der Vereine bauen.

Semestergutscheine: „Nach altem Vorbild“ regten die Studentinnen an „wäre es toll, wenn es wieder das Gutscheinheft o.ä. gäbe.“ Damit könnten Studenten dann den Trossinger Einzelhandel besser kennenlernen.

FW: Wir sicherten zu, die bereits dagewesenen Modelle bei der Stadtverwaltung anzufragen um eine mögliche Fortführung dieser Semesterheftchen zu überlegen.

Halbjährliche Treffen zwischen Hochschulvertretern und Politik: Auch andere Fraktionen zeigten hier Interesse, diesen Austausch der Interessenslagen kontinuierlich zu betreiben.

Wir Freien Wähler werden anregen, dass ein erstes Treffen noch 2009 stattfindet, dann könne man den Schwung des gerade neu gewählten Gemeinderats nutzen. Wichtig ist uns allerdings zu betonen, dass in den Treffen konkrete Ansätze diskutiert werden um schließlich einiges auch auf den Weg zu bringen.

Studentische Jobbörse: Einig waren sich die beiden Studentinnen mit der FW Fraktion, dass in Punkto Minijob unter den Studenten der Hochschule ungenutzte Potentiale liegen. Eine Verknüpfung von Angebot und Nachfrage würde sowohl den Studenten etwas bringen, die etwas dazuverdienen könnten, als auch gewerblichen, oder privaten Auftraggebern, die für Überkapazitäten oder sonstige Unterstützung auf hilfreiche Studenten zurückgreifen könnten.

Nicht ganz einig wurde man sich allerdings, wer für die Einrichtung der sinnvollerweise im Internet stattfindenden Jobbörse verantwortlich sein sollte. Die Asta-Vertreterinnen plädierten für eine Einrichtung auf Seiten der Stadt, wohingegen die FW Fraktion die Aufgaben der Stadt eher bei der Knüpfung sinnvoller Schnittstellen (bspw. zu Wirtschaftsforum, Einzelhandelsverband, Seniorenbetreuung, etc.) sahen. Jedenfalls habe man hier einen Ansatz, der weiterverfolgt werden sollte!

Fazit: Das Gespräch war sehr fruchtbar und kann ein Startpunkt sein, um neue oder bewährte Module wieder in Angriff zu nehmen. Mal schauen, wie sich die Sache entwickelt.


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