Trossingen. Bei der Jahreshauptversammlung präsentierte Vorstandsmitglied Gustav Betzler eine Zusammenfassung der vielfältigen Aktivitäten der Freien Wähler Trossingens im vergangenen Jahr.  Im Anschluss an die Regularien referierte Sozialdezernent Bernd Mager über „Demografie in Deutschland, im Landkreis und speziell in Trossingen“.

„Mehrere Vorstandsitzungen wurden in 2011 abgehalten, um gemeinsam über die Aktivitäten des Vereins zu diskutieren“ sagte Gustav Betzler. Sowohl für Vorstands- wie auch die Fraktionsmitglieder seien diese Sitzungen wichtig, „um von unseren Kolleginnen und Kollegen Informationen über die Situation in unserer Stadt zu bekommen“. Aber auch außerhalb der regulären kommunalpolitischen Arbeit waren die Freien Wähler aktiv, nämlich mit den Veranstaltungen „Freie Wähler vor Ort“ habe man wieder die Nähe zu Institutionen und Gewerbe gesucht.

„Gleich zu Beginn des Jahres haben wir uns einen Einblick in die neue Geschäftsidee der Familie Efinger im neu umgebauten Kinderspieleland verschafft“. In der komplett umgebauten Tennishalle sei ein Magnet für Kinder entstanden, der für den Bekanntheitsgrad von Trossingen in weitem Umkreis zuträglich sei. Auch beim Kinderferienprogramm der Stadt hatten die Freien Wähler wieder einmal mit die meisten Teilnehmer. „Nachdem wir einige Jahre im Sommer mit den Kindern einen Fotowettbewerb veranstaltet hatten, luden wir letztes Jahr 40 Kinder ins Kinderspieleland ein“, erklärte Gustav Betzler. Die geplante Sternwanderung mit den Freien Wähler aus Aldingen und Aixheim musste aus Termingründen auf dieses Jahr verschoben werden. 2012 waren die Freien Wähler bereits wieder zwei Mal „vor Ort unterwegs“: Bei der Stiftung St. Franziskus im Dr. Karl-Hohner-Heim und im Tafelladen.

Die Fraktionsarbeit in 2011 sei sehr harmonisch gewesen, betonte Gustav Betzler „wenngleich wir auch nicht immer einer Meinung sind und diese bei unseren Abstimmungen im Gremium auch zum Ausdruck bringen. Wir sind halt frei“. Gustav Betzler richtete auch seinen Blick auf das, was im Rathaus auf den Weg gebracht,  vieles davon aus den Vorjahren noch vollendet wurde: „Es konnte die Großbaustelle Realschule fertiggestellt werden. Großprojekte aus dem Bündnis für Arbeit, die die Bundesregierung nach der Wirtschaftskrise angeschoben hatte, mussten zum Teil noch vollendet werden“. Aktuell sehen sich die Freien Wähler einer neuen Herausforderung gegenüber, die den Namen „Gemeinschaftsschule“ trage „ein Projekt mit leider noch unglaublich vielen Unbekannten, für die wir Kommunalpolitiker nicht verantwortlich sind, da diese Strukturänderung unseres Schulsystems von oben verordnet ist“, so Betzler. „unsere Aufgabe als Kommunalpolitiker ist es bei diesem Thema den Zug nicht zu verpassen und dafür zu sorgen, dass die Schullandschaft in Trossingen keinen Schaden nimmt“.  Die Politik mache die Vorgabe und lasse die Gemeinden teilweise im Regen stehen sagte Hermann Maier bei der aufkommenden Diskussion zu diesem Thema. Die Opfer seien die Schüler und auch die Lehrer. „Laut Rektor Bernhard Scharfenort von der Löhrschule muss die Gemeinschaftsschule durchgängig sein. Wir tun uns mit der Entscheidung sehr schwer, können aber nicht anders, es muss ausprobiert werden“.  Auch der anwesende Bürgermeister Dr. Clemens Maier zeigte sich nicht glücklich über die erst in dieser Woche vom Landtag beschlossene Gemeinschaftsschule für Baden-Württemberg. „Man lässt die Schulen alleine, die Lehrer müssen das eigene Konzept für die jeweilige Schule erarbeiten, dies ist eine totale Unsicherheit.“. Die „Tempo-30-Umfrage“ habe ergeben, dass gute 2/3 der angeschriebenen Mitglieder sich gegen eine solche ausgesprochen hatten. „Wir sind innerhalb der Fraktion auch gespalten“ meinte Hermann Maier, aber der Gemeinderat werde weitereüber Tempo 30 in Trossingen diskutieren.

Von einem Aufwärtstrend in der Kasse berichtete Kassiererin Sandra Gola. Auf Antrag von Ingo Hohner wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet. Wiedergewählt wurden die Beisitzer Frank Hohner und Angelika Schlenker, ebenso Schriftführerin Brigitte Neipp, die dieses Amt schon seit mehr als einem Jahrzehnt ausübt.

Gustav Betzler lud dazu ein „unsere Fraktion der Freien Wähler life im Rathaus zu erleben- die nächste Öffentliche Sitzung ist am 7. Mai um 17 Uhr“. Die Freien Wähler verschließen sich nicht vor neuen Medien: „Wir sind jetzt auch im Facebook und sammeln fleißig viele Freunde“, verkündete Vorstandsmitglied Hermann Maier.


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