Trossingen. Bei der Jahreshauptversammlung am 4. Juli 2013 präsentierte Vorstandsmitglied Hermann Maier eine Zusammenfassung der vielfältigen Aktivitäten der Freien Wähler Trossingens im vergangenen Jahr.  Im Anschluss an die Regularien referierte Landrat Stefan Bär über „Trossingen – die zweitgrößte Stadt im Landkreis Tuttlingen“ sowie die Entwicklung im Landkreis.

Bei den Veranstaltungen „Freie Wähler vor Ort“ habe man sich mit den „Sorgen und Nöten in der Friedensschule wie auch im Bauhof mit Schwerpunkt Winterdienst“ befasst, betonte Hermann Maier. Eine „runde Sache“ sei das Familienfest bei Gartenbau Robert Benzing gewesen und das Kinderspielland war zum zweiten Mal Anziehungsmagnet beim Kinderferienprogramm. „Mehr als 200 Anmeldungen lagen vor, 40 Kinder konnten wir berücksichtigen“, deshalb werde man auch in diesem Jahr, und zwar am 21. August diesen Kinderferienprogrammpunkt anbieten für Kinder von acht bis 12 Jahren, dabei aber Kindern, die noch nie dabei waren, den Vorzug geben, da wieder mit vielen Anmeldungen zu rechnen sei.

Auf die Finanzlage der Stadt Trossingen bezogen meinte Maier, man versuche eben das Beste daraus zu machen mit den zur Verfügung stehenden Mitteln. Sehr beschäftigt sei man mit der Schulpolitik. Nachdem das Thema Gemeinschaftsschule in Trossingen vom Tisch sei, gehe es nun um die Verbundschule, die allerdings noch nicht „abgesegnet“ sei, der Weg sei aber klar „die Schulen müssen zusammenwachsen“. Dies werde in Zukunft, nachdem Rektor Bernd Scharfenort die Löhrschule verlässt und Rektor Bernhard Kuon von der Realschule in den Ruhestand geht,  mit nur „einem Chef“  sicher gut gelingen. Mit der Aussiedlung der Firma Straßenbau Walter nach Schura ins Interkommunale Gewerbegebiet Neuen sei ein guter Konsens gefunden worden. Zum leidigen Thema Winterdienst, den  Freie-Wähler-Fraktionsmitglied Werner Dressler als „Wohlfühlfaktor der Bürger“ bezeichnete, habe sich jetzt ein Arbeitskreis gebildet, der ein Modell für eine bessere Lösung entwickelt. Beim Treffen aller Fraktionen mit dem Ortsseniorenrat sei die Sorge der Senioren in Sachen „Ärzteversorgung in Trossingen“ ein großes Thema gewesen, doch hier seien der Stadt die Hände gebunden. Positiv sei jedoch die Entwicklung des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) im Bethel. Mit Blick auf die Kommunalwahlen im kommenden Jahr meinte Maier abschließend „Die Freien Wähler sind auf gutem Weg“.

Das Vorstandsteam der Freien Wähler blickt voller Zuversicht ins nächste Jahr, dem Jahr der Kommunalwahlen. Von links: Wilhelm Schöndienst, Brigitte Neipp, Hermann Maier, Esther Maier und Gustav Betzler.

Das Vorstandsteam der Freien Wähler blickt voller Zuversicht ins nächste Jahr, dem Jahr der Kommunalwahlen. Von links: Wilhelm Schöndienst, Brigitte Neipp, Hermann Maier, Esther Maier und Gustav Betzler.

Gustav Betzler informierte die Versammlung noch über das neue Sepa-Verfahren beim Einzug der Mitgliedsbeiträge. Als fixen Termin der Abbuchung legten die Anwesenden den 30. November eines jeden Jahres fest. Eine gute Kassenführung wurde Kassiererin Sandra Gola von Kassenprüfer Reinhold Burger bestätigt. Der Vorstandschaft wurde auf Antrag von Ingo Hohner einstimmige Entlastung erteilt. Wiedergewählt wurden als Beisitzer der nicht anwesende Michael Spehn sowie Wilhelm Schöndienst. Der aus Aldingen kommende dritte Beisitzer muss aus organisatorischen Gründen später nachgewählt werden. Als Schriftführerin wiedergewählt wurde Brigitte Neipp. Sandra Gola wurde nach fünf Jahren Amtszeit mit einem Blumengebinde auf ihren eigenen Wunsch aus ihrem Amt als Kassiererin verabschiedet. Zur Nachfolgerin gewählt wurde Esther Maier.

Trossingen ist der Kulturbotschafter des Landkreises  Wie bei seinem Antrittsbesuch in Trossingen vor zwei Wochen ging Landrat Stefan Bär in seiner anschließenden Präsentation unter anderem  auf die Schulentwicklung, die demographische Entwicklung und die medizinische Versorgung in Trossingen und im Landkreis Tuttlingen ein. Trossingen sei nicht gerade die „wirtschaftlichste Stadt“ im Landkreis „was Trossingen aber ausmacht ist das eigene Profil“, meinte der Landrat „Trossingen ist der Kulturbotschafter des Landkreises“, die Steuerkraftmittel allerdings lägen unter Zehn Prozent des gesamten Landkreises.  Sein Fazit nach einer detaillierten Präsentation, bei der sich die Anwesenden mit einbringen konnten „Wir müssen uns vom Gedanken verabschieden, dass der Staat alles richtet – die Eigenverantwortung steigt“. Im Landkreis Tuttlingen gebe es Arbeit, gute Betriebe und „wer schaffen will und kann, der findet auch Arbeit“. Seine Kernbotschaft sei: „Gut wenn man den heutigen Stand halten kann, denn uns geht es heute richtig gut“.


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