Ziel des ersten Freie-Wähler-vor-Ort Termins 2013 war in der vergangenen Woche der Bauhof  mit Bauhofleiter Rainer Hils. Dabei wurden mit intensiver Diskussion die Themen neue Kehrmaschine, Grünflächenpaten und der Winterdienst beleuchtet.

Dieser Besuch war bereits seit längerem terminiert, da bekannt war, dass die neue Kehrmaschine im März ausgeliefert wird. Vor wenigen Tagen hat der Bauhofleiter die neue Kehrmaschine als Ersatz für die in die Jahre gekommene zwölf Jahre alte Maschine in Empfang und testweisen Betrieb genommen. Die Freien Wähler zeigten sich begeistert von der Neuanschaffung, die sobald sich der Winter endgültig verabschiedet, ihre volle Leistungskraft in den Straßen von Trossingen und Schura unter Beweise stellen kann.

Dass den Freien Wählern, das Thema Winter und hier im speziellen der Winterdienst unter den Nägeln brannte, obwohl dies nicht der eigentliche Anlass des Besuchs gewesen ist, versteht sich zur zu gut, blickt man auf die vergangenen Wochen zurück, als in vielen Trossinger Straßen oft „gar nichts mehr ging“.  Ein schwieriges Thema, nicht nur in Trossingen. Keinerlei Kritik erteilten die Freien Wähler der sogenannten A-Tour (Vorrangige Straßen)  „alles in Ordnung, aber in den Wohngebieten war oft Holland in Not“.  Rainer Hils erläuterte die Situation aus seiner Sicht, denn wenn Mitarbeiter mit dem Räumdienst morgens um 4 Uhr beginnen, dann ist für diese um 14 Uhr endgültig Schluss, denn mehr als zehn Stunden täglich dürfen diese Mitarbeiter nicht beschäftigt sein. Für die Freien Wähler war dies zwar eine plausible Erklärung, dennoch könne es nicht sein, dass wenn es tagsüber kräftig schneit, ab 14 Uhr kein Räum- und Streufahrzeug mehr unterwegs ist. Deshalb empfahlen die Freien Wähler im Schichtbetrieb zu arbeiten.

Vor wenigen Tagen ist die neue Kehrmaschine im Bauhof eingetroffen. Die Freie-Wähler-Fraktion hat das neue Fahrzeug unter die Lupe genommen.

Vor wenigen Tagen ist die neue Kehrmaschine im Bauhof eingetroffen. Die Freie-Wähler-Fraktion hat das neue Fahrzeug unter die Lupe genommen.

Aus der Sicht von Hermann Maier und Robert Benzing, die beide mit eigenem Betrieb im Winterdienst tätig sind, müsste das Zeitfenster optimiert werden.  Die Freien Wähler baten den Bauhofleiter einen „Plan B“ in Erwägung zu ziehen. Da dies  mit dem vorhandenen Personalbestand wohl kaum machbar sein wird, wollen die Freien Wähler, so Gustav Betzler, in den kommenden Haushaltsplanberatungen ein Budget festmachen, um Notfälle im Winterdienst schultern zu können. Beispielsweise mit dem „Zukauf von Fremdpersonal“ oder auch mit der Abgabe von Bezirken an Fremdfirmen. „Wir müssen jetzt die Sommerzeit nützen und eine vernünftige Lösung schaffen für den nächsten Winter“ betont Gustav Betzler.  Hermann Maier und Robert Benzing boten ihre fachmännische Hilfe bei der Problemlösung an.

Ein dritter Punkt, mit dem sich die Freien Wähler befassten, sind die Grünflächen der Stadt. Die seit einigen Jahren zu Ende des Sommers „nicht mehr prall blühenden Kleingrünflächen“, waren den Freien Wählern schon seit geraumer Zeit ein „Dorn  im Auge“. So trat man mit der Bitte an Rainer Hils heran, seitens des Bauhofes und der Stadtverwaltung wieder verstärkt um „Grünflächenpaten“ zu werben, wie dies in der Vergangenheit geschehen ist.  Die Freien Wähler sind davon überzeugt, dass in Trossingen noch eine Menge Potential nicht ausgeschöpft ist „viele Leute würden sich gerne als Grünflächenpaten einbringen, wenn sie darauf angesprochen werden“, meint Gustav Betzler. Eine Aktion „Pate wirbt Pate“ würde ganz sicher viele Früchte tragen. Eine solche Aktion könnte über die bei der Stadtverwaltung vorliegenden „Patenschaftslisten“ in Angriff genommen werden. Grünflächenpaten werden, wie alle anderen ehrenamtlich Tätigen Trossinger jedes Jahr zum Neujahrsempfang mit Konzert von der Stadt Trossingen eingeladen.


Druckansicht dieses Artikels Druckansicht dieses Artikels
Keine Events eingetragen